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04.03.2021

Erschöpfung durch Lockdown: Frauen besonders betroffen

Wie stark trägt die Corona-Pandemie zur emotionalen Erschöpfung bei? Das war die Ausgangsfrage, der die Forscher der Technischen Universität Chemnitz nachgegangen sind. Die Auswertung einer aktuellen Befragung unter 2.900 Berufstätigen ergab, dass Frauen deutlich stärker vom Lockdown und den psychischen Folgen betroffen waren als Männer. Zur Erschöpfung der Frauen trug vor allem die Doppelbelastung durch Familie und Arbeit bei. Diese war im Lockdown durch geschlossene Schulen und Kitas sowie die Arbeit im Homeoffice besonders stark ausgeprägt.

Positiv wirkten sich die Unterstützung durch Partner sowie eine größere Eigenverantwortlichkeit im Beruf aus. Das zeigte sich darin, dass das Maß an Erschöpfung im Verlauf des Lockdowns bei Frauen weniger stark zunahm, wenn sie autonomer arbeiteten und mehr soziale Unterstützung erfuhren. Unter den Befragten waren 69 Prozent Frauen. 75 Prozent der Teilnehmer lebten in einer festen Partnerschaft, 40 Prozent ohne Kinder.

Die Forscher folgern aus den Ergebnissen, dass die Pandemie möglicherweise traditionelle Geschlechterrollen verstärkt. Abhilfe könnten hier eine bessere Kinderbetreuung, mehr Autonomie im Arbeitsleben und eine gerechtere Aufteilung der Arbeiten im Haushalt schaffen.

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© Gina Sanders - Fotolia.com

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